Navigation

20190629_182241-1

Bergtour auf den Untersberg

Bergtour auf den Untersberg mit Besichtigung der Schellenberger Eishöhle

Der Untersberg (1972 m)  ist das nördlichstes Massiv der Berchtesgadener Alpen und eine markante Landmarke am Alpenrand. Er liegt in den Ländern Bayern (Deutschland) und Salzburg (Österreich). Innerhalb dieses Bergmassivs befinden sich zahlreiche Höhlen, darunter die als Schauhöhle erschlossene Schellenberger Eishöhle und die Riesending-Schachthöhle, die mit mindestens 20,3 km die längste und mit über 1149 m die tiefste Höhle in Deutschland ist. Dieser Höhlenreichtum ist Ausgangspunkt für zahlreiche Sagen und Mythen, die sich um den Untersberg ranken.

Am Samstag, 29.06.2019 machten sich fünf mutige Wanderer auf, um diesen Sagen und Mythen auf den Grund zu gehen. Zusammen in einem Fahrzeug fuhren wir von Schwand nach Marktschellenberg im Berchtesgadener Land. Die Sonne meinte es schon morgens mit uns sehr gut, als wir gegen 10 Uhr mit dem Aufstieg auf den Untersberg begannen. Über einen Forstweg ging es zunächst durch den schattigen Wald stetig steil bergan in Richtung Toni-Lenz-Hütte. Nach einer kurzen Rast ging es weiter und nach ca. 30 Minuten erreichten wir die Schellenberger Eishöhle. Dabei hatten wir richtig Glück, denn die Eishöhle öffnete erst heute aufgrund des langen Bergwinters ihre Pforten für Besucher und somit waren wir mit die ersten, die in diesem Jahr bei einer Führung in die Eiswelt teilnehmen konnten. Die ca. einstündige Exkursion unter fachkundiger Leitung durch das bis zu 5000 Jahre alte Eis bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ließ uns aus dem Staunen nicht herauskommen. Mit gutem Schuhwerk und entsprechend warmer Kleidung war die Besichtigung dieser Höhle das Highlight dieser Tour.

Gut erfrischt und abgekühlt stiegen wir anschließend in der prallen Sonne über den Thomas-Eder-Steig und die Mittagsscharte steil nach oben in Richtung des Salzburger Hochthrons, den Gipfel auf der Österreichischen Seite des Untersbergs.  Hier bot sich uns ein grandioser 360-Grad-Ausblick vom Chiemgau und dem Salzburger Land über die Hohen Tauern und den Berchtesgadener Alpen.

Nach dem obligatorischen Gipfelschnaps und den Gipfelfotos war es nur noch ein Katzensprung zum Zeppezauer-Haus (1663 m), einer kleinen und urgemütlichen Hütte des ÖAV. Hier genossen wir zum Tagesausklang ein drei-Gänge-Menü und verbrachten unvergessliche Stunden im Sonnenuntergang auf der Terrasse. Salzburg bei Nacht von oben – das muss man einfach gesehen haben!

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, brachte uns die Untersbergbahn zurück zum Parkplatz, denn auf meine Teilnehmer wartete noch eine Belohnung nach der anstrengenden und schweißtreibenden Bergtour. Auf dem Nachhauseweg machten wir noch Halt am Högelwörther See, einem Moorsee mit Kloster und Badestrand, einem tollen Biergarten und einer grandiosen Aussicht auf den Untersberg – wie aus dem Bilderbuch! Hier ließen wir uns nieder, genossen das erfrischende Bad im See und ließen uns anschließend noch das leckere Mittagessen im Biergarten der ehemaligen Wieninger Brauerei schmecken. Gut erfrischt und bestens verpflegt machten wir uns am frühen Nachmittag auf dem Heimweg und kamen gegen 18 Uhr wieder alle wohlbehalten in Schwanstetten an.

Anmerkung des Verfassers:

Unserer jüngsten Teilnehmerin, Leonie Seidler, mit gerade mal 12 Jahren, waren zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Schwächen anzusehen. Sie ließ uns während der gesamten Tour alle ziemlich alt aussehen. Hier nochmal mein ausdrücklicher Respekt!

Gerhardt Werner

Kommentarfunktion geschlossen.

Umgesetzt von Henry Lai