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Von fahrerlosen U-Bahnen und anderen Lichtgestalten

HILPOLTSTEIN – Die U-Bahnhöfe der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) bildeten für die Mitglieder der Fotofreunde HIP ein lohnendes Ziel für eine gemeinsame abendliche Fotoexkursion. Ein fotografischer Blick und das richtige Timing waren gefragt, um das Geschehen in den U-Bahnhöfen perfekt in Szene zu setzen.

 Mit der offiziellen Fotogenehmigung, einer gültigen Fahrkarte sowie das passende Fotoequipment in der Tasche, startete die abendliche Fotoexkursion pünktlich zum Feierabendverkehr an der U-Bahnhaltestelle in „Langwasser-Süd“. Da es sich bei den Haltestellen der Linie U1 um die ersten Bahnhöfe in Nürnberg handelt, weckte eher die neuere Linie U3 das Interesse der insgesamt 14 teilnehmenden Hobbyfotografen. Damit es in den U-Bahnhöfen mit aufgebauten Stativen nicht zu eng wird und keine Fahrgäste oder gar der Bahnverkehr behindert werden, bildeten sich schnell kleinere Gruppen, die sich unproblematisch von Bahnhof zu Bahnhof bewegten.

 Im Mai 2017 wurden die Bahnhöfe „Klinikum Nord“ und „Nordwestring“ auf dem Nordast der Linie U3 offiziell ihrer Bestimmung übergeben und bilden damit einen Teil der jüngsten U-Bahnteilstrecke. Auf einer Gesamtlänge von gut acht Kilometern beherbergt die Linie U3 insgesamt 13 Bahnhöfe, welche sich durch eine sehr moderne sowie farbenfrohe Architektur auszeichnen und die Hobbyfotografen schnell in ihren Bann zogen. Baumaterialien wie Glas und Edelstahl sowie verschiedene Gesteinsarten garantierten interessante Hell- und Dunkelkontraste. Die LED-Lichter der fahrerlosen U-Bahnwägen sowie die Bahnhofsbeleuchtung ermöglichten einzigartige Lichtstimmungen. Für besonders spannende Bildkompositionen sorgten die ein- und ausfahrenden U-Bahnen sowie die zur nächsten Bahn eilenden Fahrgäste. Mit einer ausgeklügelten Blenden- und Zeiteinstellung am Fotoapparat, gelangen den Mitgliedern der Fotofreunde HIP spannende Aufnahmen.

 In fotografischer Hinsicht hätte der U-Bahnhof „Gustav-Adolf-Straße“ eine Auszeichnung verdient. Dieser wurde im Juni 2008 eröffnet und ist nach dem schwedischen König Gustav Adolf II benannt. Leuchtstoffröhren in den gelben und blauen Landesfarben illuminieren die Wände des 186 Meter langen U-Bahnhofes, dessen einfache Architektur die Hobbyfotografen mit der Kamera perfekt in Szene setzten.

 Kurz vor Mitternacht beendeten die Fotofreunde das spannende Spiel mit Licht und Zeit. Mit zahlreichen Bildern auf der Speicherkarte sowie neuen Eindrücken machte sich die Gruppe auf den Heimweg.


Die U-Bahn im Fokus: Die Mitglieder der Fotofreunde HIP, ein Arbeitskreis der Volkshochschule im Landkreis Roth, fotografierten nach Herzenslust in den Nürnberger U-Bahnhöfen.

Text: Bernhard Bergauer
Fotos: Bernhard Bergauer

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Umgesetzt von Henry Lai