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THW-Helfer*innen trainieren mit Unterwasserspion

THW-Helfer*innen trainieren mit Unterwasserspion

Hilpoltsteiner THW-Helfer*innen absolvieren erfolgreiche Sonarausbildung

HILPOLTSTEIN – Ein mobiles und zugleich hochsensibles Sonargerät zählt die Fachgruppe Wassergefahren des Hilpoltsteiner THW-Ortsverbandes seit wenigen Wochen zu ihrer Spezialausstattung. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten sich die ehrenamtlichen Helfer*innen und des Technischen Hilfswerks (THW) erst jetzt in einer kleinen Gruppe zu einer intensiven Wochenendausbildung treffen, um die Handhabung des Gerätes in Theorie und Praxis zu erlernen.

Mit Hilfe eines Sonars können Gegenstände unter Wasser geortet werden. Das THW nutzt diesen „Unterwasserspion“ für die Ortung von Gegenständen oder vermissten Personen in Gewässern. Mit dem kürzlich angeschafften Sonar wurde die technische Ausstattung der Fachgruppe Wassergefahren des Ortsverbandes aufgewertet und damit die Einsatzmöglichkeiten erweitert. So können die THW-Helfer*innen nun bei Bedarf die Wasserwacht bei der Vermisstensuche mit ihrem Sonar unterstützen. „Dabei steht lediglich die technische Unterstützung des Bedarfsträgers bei Einsätzen im Vordergrund. Das THW möchte hier nicht in Konkurrenz zu den regionalen Spezialisten für Wasserrettung treten“, betonte der Hilpoltsteiner Zugführer Sebastian Luft. Um sich bestens auf diese mögliche Einsatzoption vorzubereiten, bildete sich eine kleine Gruppe von ehrenamtlichen Helfer*innen des Hilpoltsteiner Ortsverbandes in Theorie und Praxis weiter.

Für die teilnehmenden Helfer*innen war es die erste Ausbildungsveranstaltung seit einer mehrmonatigen virusbedingten Zwangspause. Der Start klappte dafür sehr gut und alle im Vorfeld vereinbarten Verhaltensregeln wurden sogleich in die Tat umgesetzt. Desinfektion, Schutzmaske und Handschuhe sowie die größtmögliche Einhaltung von Mindestabständen. Das wurde von den Teilnehmer*innen schon vor dem Betreten der THW-Unterkunft umgesetzt, wofür Ortsbeauftragter Alexander Regensburger zu Beginn der Ausbildung lobende Worte fand.

Ein Zehn-Zoll-Monitor sowie ein Signalgeber bilden das Herzstück des Sonars. Bei der Fahrt mit dem Boot durch das Wasser sendet der Signalgeber Schallwellenimpulse aus. Wenn diese Impulse unter Wasser auf Fische, Vegetation oder den Grund eines Gewässers auftreffen, werden diese zurück an die Oberfläche reflektiert. Die so empfangenen Echoschallimpulse wandelt das Sonar in elektrische Signale um und stellt es anschließend auf dem Monitor dar. Der Bootsbesatzung sind die Tiefe und Festigkeit des Grundes sowie sämtliche dazwischen liegende Objekte bekannt. „Man benötigt viel Erfahrung, um die dargestellten Bilder auf dem Monitor zu deuten“, erklärte Gruppenführer Thomas Hentschel. Genau diese Erfahrung sammelten die Teilnehmer*innen im Rahmen der praktischen Ausbildung mit dem Mehrzweckarbeitsboot auf dem nahegelegenen Main-Donau-Kanal.

Gruppenführer Thomas Hentschel zeigte sich mit dem Ausbildungsergebnis der Teilnehmer*innen sehr zufrieden. „Dank der jetzt absolvierten Ausbildung sind unsere Helfer*innen nun in der Lage, das Sonar zu bedienen und die auf dem Monitor gelieferten Abbildungen zu interpretieren“, sagte Hentschel. „Dennoch ist die durchgeführte Ausbildung erst der Anfang und vermittelte erste Grundkenntnisse der Sonartechnik. Weitere Ausbildungen werden noch folgen“, zog Hentschel ein erstes Fazit von der gelungenen Ausbildung.

Text: Bernhard Bergauer
Fotos: Bernhard Bergauer

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Umgesetzt von Henry Lai