Hilpoltstein – Freie Fahrt: Seit Freitagmorgen kann die Staatsstraße über den Kränzleinsberg wieder ohne Umwege befahren werden. Weit über vier Monate dauerten die dortigen Bauarbeiten, die nun so gut wie abgeschlossen sind. Bis zum 23. Dezember würden noch „Restarbeiten“ anstehen, erklärte Andreas von Dobschütz vom Staatlichen Bauamt Nürnberg. Die Vollsperrung ist dennoch aufgehoben.

Die Aufwändige Maßnahme habe über 15.000 Arbeitsstunden in Anspruch genommen. Zusammenfassend zeigt sich Andreas von Dobschütz zufrieden: „Die Maßnahme wurde seitens des Bauherrn gut geplant und ausgeschrieben. Die hauptsächlichen Leistungen wurden hier berücksichtigt. Schwierig gestaltete sich die Verkehrsführung, im Besonderen die Umleitung des Verkehrs, welche durch die Vollsperrung des Streckenabschnitts verursacht wurde. Die Herausforderung konnte allerdings durch die stets gute Zusammenarbeit zwischen Verkehrsbehörde, dem Staatlichen Bauamt, der Stadt Hilpoltstein und den Ausführenden gemeistert werden. Die Demonstration bezüglich einer temporären Umleitung durch Hofstetten stellte für alle Beteiligten eine Besonderheit dar. Die weiterhin andauernde Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen waren für die Ausführenden mit hohem Aufwand verbunden. Durch enge Abstimmung mit den Behörden sowie mit der Bereitstellung entsprechender Kapazitäten, kam es allerdings nicht zu wesentlichen Einschränkungen im Baubetrieb.“

Die zu bearbeitende Baustrecke belief sich auf insgesamt 1.440 Meter sowie weitere 250 Meter für die Zufahrt zum Gewerbegebiet. Davon sind rund 1.250 Meter im Vollausbau mit Neutrassierung und 440 Meter Fahrbahndeckensanierung zu verbuchen. Auf den Neubau eines Geh- und Radweges fallen weitere 1.400 Meter. Während der Baumaßnahme wurden 16.500 Kubikmeter Oberboden bewegt. Die Bodenbewegung zur Neutrassierung sowie Sande und Felsgestein unterhalb des Oberbodens umfassten weitere 11.000 Kubikmeter. Rund 1.800 Kubikmeter des alten Fahrbahnbereiches mussten entsorgt werden, da keine andere Verwendung hierfür gefunden wurde. Darüber hinaus sind 4.500 Tonnen Asphalttragschicht, 2.200 Tonnen Asphaltbinder und 165.000 Tonnen Asphaltdecke aufgebraucht worden. Nach aktueller Kalkulation würden sich die Gesamtkosten der Straßensanierung bei 3,4 Millionen Euro befinden.

Die Investition habe sich für das Staatliche Bauamt Nürnberg jedenfalls gelohnt: Die Maßnahme umfasse etliche Vorteile. Allen Voran die Verkehrssicherheit durch die Optimierung der Längsneigung und des Fahrbahndeckenbelages sowie der Verlagerung des Rad- und Fußgängerverkehrs auf den neu geschaffenen Geh- und Radweg. Breitere Fahrbahnstreifen würden zudem für eine Verbesserung der Sicht für Verkehrsteilnehmer sorgen. Nicht zuletzt bestünde nun auch eine bessere Anbindung an das Gewerbegebiet. Die Kreuzung Siemensstraße werde darüber hinaus deutlich entlastet. Auch die Erneuerung der Entwässerung im Randbereich der Fahrbahn sei verbessert worden. Die Versickerung der Niederschläge werde durch Längsrigolen und Sickerbecken abgeleitet. Eine besondere Neuerung sei auch die „Querungshilfe“, die für Radfahrer und Fußgänger getrennt ausgeführt worden war.

Text: Marco Frömter
Foto / Video: Yevheniia Frömter (folgt)