Keine Chance für Betrüger!
Was steckt eigentlich hinter dem Phänomen „falscher Polizeibeamter“ und warum werden immer wieder Menschen, besonders ältere, Opfer solcher Betrugsmaschen? Ganz einfach. Der falsche Polizeibeamte sucht im Telefonbuch oder recherchiert anderweitig gezielt nach Vornamen älterer Generationen. Dann erfolgt der Anruf. Dem Angerufenen wird beispielsweise erzählt, dass die Polizei einer Einbrecherbande auf den Fersen wäre und man deshalb präventiv vorgehen wolle. Der Angerufene wird nach Barmitteln, teurem Familienschmuck oder anderen Wertgegenständen gefragt, die er Zuhause bunkert. Damit diese Wertsachen im Falle eines Einbruchs der angeblichen Einbrecherbande nicht in die Hände fallen, würde ein Kriminalbeamter vorbeikommen und diese Wertsachen vorsichtshalber sicherstellen. Der Angerufene wird dabei mit gekonnter Rhetorik stark verunsichert. Was können Sie dagegen tun? Rufen Sie in so einen Fall bei Ihrer Polizeidienststelle an und teilen Sie den Vorfall sofort mit!
Im Allgemeinen sind Betrugsmaschen immer darauf ausgerichtet, entweder durch einen überzeugenden Telefonanruf oder eine gefälschte E-Mail Ihnen einen finanziellen Schaden zuzufügen. Ob durch Banküberweisung, Bargeld-Übergabe oder andere Geldtransfers.
Oder der Betrüger klingelt bei Ihnen unter einem Vorwand an der Haustür. Ob falscher Handwerker, vermeintlicher Bettler oder sonstige Betrüger, alle sind nur auf eines aus: sich Zutritt zu Ihnen zu verschaffen! Die Hauptperson lenkt Sie ab, während eine zweite Person Ihre Privatsachen durchwühlt.
Deshalb gilt, lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung oder Haus! Lassen Sie sich nicht auf unseriöse Anrufe ein! Legen Sie auf! Beantworten Sie niemals E-Mails mit Ihren sensiblen Daten! Und im Falle eines versprochenen Gewinns, überlegen Sie zuerst, wann Sie das letzte Mal bei einem Gewinnspiel mitgemacht haben 😉

Schützen Sie sich, bleiben Sie stark und vor allem – gesund!
Stefan Michalek, Polizeihauptkommissar
Präventionsbeamter der Polizeiinspektion Hilpoltstein