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Birdwatch-20181006 Rothsee 1

Birdwatchday am Rothsee

Zugvögel ziehen noch nicht recht

Birdwatchday am Rothsee

Heuberg(rz/7487) – Alljährlich gibt es anfangs Oktober in Europa den Birdwatchday. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) lädt dazu bayernweit an vielen Orten, um hauptsächlich den Vogelzug zu beobachten. Die LBV Kreisgruppe Roth-Schwabach war diesmal wieder am Rothsee unterwegs.
An der LBV Umweltstation Rothsee begrüßte Kreisvorsitzender Ruppert Zeiner junge und erfahrene Vogelbeobachter; darunter Thomas Rödl von der LBV Landesgeschäftsstelle und den Naturschutzwächter Armin Jonik. Mit Ferngläsern und Spektiven begab sich die Gruppe entlang des Haupdamms auf Beobachtungstour. Wegen des sommerlichen Wetters war die Freizeitaktivität auf dem Wasser relativ hoch und deshalb nicht so viele Vögel zu beobachten, wie erhofft. Auch das Zugverhalten der Vögel wird durch die warme Witterung anscheinend etwas gestört. Wenigstens ein Trupp Ringeltauben flog an den Beobachtern vorbei. Auf dem Wasser zeigten sich einige Tafelenten. Die Tauchgänge der Kormorane verfolgten die Kinder aufmerksam mit. Thomas Rödl erklärte, dass diese Vögel ausgezeichnet Fische jagen können aber anschließend ihr Gefieder mit ausgebreiteten Flügeln an der Luft trocknen müssen. Begeisterung unter den „Ornis“ löste die Mitteilung von Naturschutzwächter Theo Schmidtkunz aus, der den Seeadler in großer Entfernung entdeckt hatte. Hier zeigten sich die Qualitätsunterschiede der teueren und billigen Spektive. In ca. eineinhalb Kilometern Entfernung sass der Seeadler auf einer Baumspitze. Durch die guten Spektive konnte man fast jede einzelne Feder erkennen. Mit den schlechteren erkannte man nur den Umriss eines großen Greifvogels. Thomas Rödl berichtete am Pavillon noch über die Beobachtungen von dem Naturschutzgebiet mit seinen Buchten, das für Bootsfahrer und Standup-Padler tabu ist. „Wähend sich die Segler an die Absperrung mit den Bojen halten, wurden durchschnittlich an 10 Tagen sieben Standup-Padler in den geschützten Buchten gezählt. Hier muss noch mehr Aufklärungsarbeit erfolgen“, sagte Rödl. Aufrecht bewegende Menschen mit einem langen Gegenstand, ebal ob an Land oder auf dem Wasser, stellen für viele Vogelarten eine Bedrohung dar. Zum Abschluss der Tour kreisten noch acht Silberreiher majestätisch über den Vogelbeobachtern. Insgesamt waren es dann doch 17 Vogelarten, die man mehr oder weniger lange beobachten konnte.

Bildunterschrift:
Am Hauptdamm stellte Thomas Rödl (7. v. l.) sein Spektiv ideal für Kinder ein.

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Umgesetzt von Henry Lai