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Besichtigung Wasserwerk

Besichtigung des Wasserwerks und der Kläranlage

Besichtigung des Wasserwerks und der Kläranlage
CSU Hilpoltstein nimmt kommunale Daseinsvorsorge in den Blick

Als Teil der Daseinsvorsorge zählen die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser und die Entsorgung von Abwässern zu den kommunalen Pflichtaufgaben. Die Stadtratsfraktion der CSU Hilpoltstein hat sich zusammen mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl und interessierten Bürgerinnen und Bürgern Anfang Januar 2020 die beiden Einrichtungen der Stadt Hilpoltstein etwas näher angesehen.

Besichtigung des Hilpoltsteiner Wasserwerks
Wassermeister Wolfgang Kaiser führte die Gruppe durch das Wasserwerk am Boschring und stellte die einzelnen Brunnen und weitere Anlagen in Wort und Bild vor. Aus 100 bis 180 Metern Tiefe wird das Wasser aus den einzelnen Brunnen rund um Hilpoltstein gepumpt. Mit circa acht Grad Celsius kommt es im Betriebsgebäude an und wird dort in einem komplett geschlossenen System aufbereitet. Auf 50 einzelne Grenzwerte hin wird das Wasser durch das Gesundheitsamt ständig kontrolliert. Probleme mit Nitrat, wie sie derzeit durch die Medien gingen, habe man in Hilpoltstein keine, erklärte Kaiser. Beim Arsen sei man nahe am Grenzwert, durch das Mischen mehrerer Brunnen, habe man die Thematik aber gut im Griff. „Es gibt nichts Besseres als Leitungswasser!“ ist Kaiser überzeugt, denn für Leitungswasser würden als Nahrungsmittel extrem hohe Standards gelten, Mineralwasser sei hingegen als Genussmittel weniger stark reglementiert.
Durch seine zwei Wasserwerke in der Kernstadt und das weitläufige Brunnensystem herrsche in Hilpoltstein Versorgungssicherheit. In den beiden Anlagen am Kränzleinsberg und in der Badstraße werde das Wasser in den gleichen Stufen behandelt. In die Hochbehälter werde immer mindestens ein Tagesbedarf, was in etwa einer Füllung des Hilpoltsteiner Freibades entspreche, vorgehalten, so sei selbst bei einem Stromausfall die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt. Darüber hinaus gelte es im Leitungsnetz immer einen Druck von mindestens zwei bar zuzüglich 0,35 bar pro Stockwerk am Hausanschluss zur Verfügung zu stellen, um auch die Baugebiete über dem Rothsee und Dorotheenhöhe mit ausreichend Druck zu versorgen, wurde einst am Altstadtring eine Druckerhöhung gebaut, die mittlerweile durch eine Anlage in der Martin-Behaim-Straße abgelöst wurde. Wenn bei einem Brand große Mengen Wasser entnommen werden, reagiere man auch im Wasserwerk sofort und fahre mit hohen Pumpenleistungen. Einer der fünf Mitarbeiter des Wasserwerks habe daher immer Bereitschaftsdienst und werde bei technischen Störungen ebenso verständigt, wie wenn der Objektschutz einen Alarm an einer der Einrichtungen registriere.

Besichtigung der Hilpoltsteiner Kläranlage
Eine Woche später gaben der Leiter der städtischen Kläranlage, Klärmeister Jürgen Jank und sein Mitarbeiter Michael Rupp einen Einblick in die Anlage im Rothgrund, Nahe der Paulusmühle. Der Rundgang begann beim Zulaufbauwerk und beim Neubau des Rechengebäudes, das vor Kurzem den Zulaufpumpen im Betriebsgebäude vorgeschalten wurde. Zu dieser ersten Stufe, der mechanischen Reinigung, zählt auch der Sandfang und die Vorklärung. Am Ende dieser drei Schritte sind Grobstoffe, Sand und Feinkies, Schwimmstoffe und Öle und Fette abgeschieden. Es schließt sich im sogenannten Belebungsbecken die biologische Reinigung an, hierbei nehmen Mikroorganismen die im Abwasser gelösten oder an feinen Partikeln gebundenen Schmutz- und Nährstoffe auf und verwandeln sie zum einen in Energie und zum anderen durch Vermehrung der Biomasse um. Die Einhaltung des geforderten Phosphorgrenzwertes wird durch eine chemische Reinigung sichergestellt. Der entstehende Klärschlamm wird zur weiteren Behandlung in den Faulturm gefördert. Mit dem entstehenden Klärgas wird ein Blockheizkraftwerk im Betriebsgebäude betrieben.

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Umgesetzt von Henry Lai